Tabak - Fermentierung

 

   Tja, mit dem Fermentieren ist das so eine Sache für sich....

   Manche Quellen behaupten, fermentiert werden muss bei Feinschnitt
   überhaupt nicht, andererseits wird gesagt, der 40er Schwarzmarkt kam
   erst richtig in Schwung, als die Leute fermentiert haben. Zumindest damals
   könnte die Ehrlichkeit bei der Qualität einen geldwerten Vorteil gebracht
   haben. Also doch fermentieren?
   Und dann natürlich, wir sind in D-Land, wird an einigen Stellen gemeint,
   so eine Art light-fermentierung wär gut. Mal wieder irgendwas in der Mitte,
   JEIN halt. Maybe, vielleicht ist die Fermentierung ja auch für
   Zigaretten-Feinschnitt ultimativ lebensnotwendig?

   Nuja, vergangenes Jahr hat der unfermentierte Geudertheimer
   gut geschmeckt.

   Trotzdem bin ich Ende 2005 testweise auch auf die light-Seite gewechselt.
   Ich spiele gerade mal etwas rum, allerdings eher mit den althergebrachten
   Methoden, die mit Zeit und Druck zu tun haben.
   Und zwar gibt es auch Quellen, die besagen das ZEIT und DRUCK den
   Fermentierungsprozess in Gang setzen (oder beschleunigen, oder wie immer
   man das sehen will. Wahrscheinlich ist es ein komplizierter Vorgang:
   Variable sind Zeit, Druck, Temperatur und Feuchtigkeit).

   However, ich nehme die Blätter und lege sie geglättet
   übereinander. Meist so 200 an der Zahl. Eingepackt in Zeitungspapier
   (nein, ich wasche meinen Tabak NICHT in der Badewanne.
   Ich bin Raucher, nicht Bademeister.) kommen dann einige Ziegelsteine drauf.
   Damit lass ich sie draussen ein paar Tage liegen. Dann kommen sie rein,
   und verlieren ihren "in spe" Hauptschimmel-Kandidaten, den Anfangs-Strunk:
   
   So, und jetzt gehts ab in den Ofen. So ein bis zwei Stunden
   (Nein, ich schaue nicht auf den Minutenzeiger der Uhr) bei 50-60 C bleiben
   sie drin. Danach sind sie f***trocken, und es geht wieder ab nach draussen.
   Steine drauf, und solange bis sie wieder geschmeidig sind, bleiben sie da.
   
   Finde ich sie ok, gehts ab in trockene Tücher:
   
   und dann in einen Bananenkarton. Da passen so 3 bis 4 "200packs" rein.
   Und die Bananenkartons stehen hier bei ca 12-15C/60% rF hinten im Nebenflur rum.

   Und was das alles so bringt ?

   Jetzt, 2006, im Rückblick gesehen, gibt es pro und contra:
   -  ist geschmackvoller und "weicher" im Rauch; wird er aber auch nach einigen Monaten
      normaler Lagerung. Also einfach Blätter ungepresst in einem Karton.
   -  neigt zum Schimmeln im Kern des "packs". Vielleicht hätte ich ihn nicht draußen bei
      Winter rF (80-100%) Feuchte ziehen lassen sollen. War evtl. schon wieder zu feucht.

   Mag sein, bei Langeweile, versuch ich es noch mal.
   Einen ultimativen Bedarf sehe ich für mich
jedenfalls noch nicht.